Solidarität mit den Beschäftigten bei MAN

Solidaritätserklärung

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
die Nachricht, dass MAN Energy Solutions SE insgesamt 3.000 Stellen und davon bis zu 1.800 Stellen in Augsburg abbauen will, ist schockierend und nicht hinnehmbar. Diese Entscheidung ist letztlich nur einem Grund geschuldet: der Gewinnmaximierung auf dem Rücken der Beschäftigten und ihrer Familien. Dass der Vorstand die Corona-Krise als Deckmantel für den Personalabbau nutzt, ist beschämend. Schließlich wart Ihr es, die all die Jahren zum Erfolg des Standorts beigetragen und den Gewinn erwirtschaftet habt und dennoch werdet Ihr jetzt vor vollendete Tatsachen gestellt.

Wir wissen, dass Ihr mit Eurer Gewerkschaft, der IG Metall, kämpferische Unterstützung an Eurer Seite habt. Es ist nur richtig, diesen Kahlschlag nicht tatenlos hinzunehmen. Als langjährige Betriebsrätin weiß ich aus eigener Erfahrung, wie viel Belegschaften erreichen können, wenn sie zusammenstehen.

Gemeinsam mit dem Augsburger Stadtrat Frederik Hintermayr, erkläre ich mich ausdrücklich solidarisch mit Euch. Auch im Bundestag setzten wir uns für mehr Mitbestimmungsrechte der Betriebsräte ein – gerade bei wirtschaftlichen Entscheidungen der Unternehmen, nur so ist der Wandel der Arbeitswelt zu gestalten.

Wir wünschen Euch viel Kraft und Erfolg für die bevorstehenden Verhandlungen. Meldet Euch jederzeit gerne, wenn wir Euch irgendwie unterstützen können.

Mit solidarischen Grüßen
Susanne Ferschl, MdB
Frederik Hintermayr, Stadtrat