Voith lässt Auszubildende in der Luft hängen

„Nach meinem Besuch der Streikenden bei Voith in Sonthofen am vergangen Donnerstag war ich schockiert: Die 25 Auszubildenden, die Mitten in ihrer Ausbildung stecken, werden von ihrem Arbeitgeber Voith völlig im Stich gelassen. Das ist mehr als unverantwortlich, besonders in Krisenzeiten“, kommentiert Susanne Ferschl, Allgäuer Bundestagsabgeordnete und stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE. Ferschl weiter: „Die Corona Pandemie macht die Ausbildung ohnehin komplizierter. Dennoch versuchen die Auszubildenden zusammen mit den Ausbildern diese so gut wie möglich fort zu führen. Aufgrund der geplanten Standortschließung ist die Zukunft aber ungewiss. Der Arbeitgeber hat bis jetzt keine Anstalten gemacht, sich Gedanken um die Auszubildenden zu machen. Es gibt keine Alternative oder Anschluss-Ausbildungsplätze. Die Auszubildenden hängen in der Luft. Dieses Verhalten ist völlig verantwortungslos, vor allem in einer Zeit in der ständig Fachkräftemangel beklagt wird. Was sich Voith hier leistet, ist und passt ins Bild des Unternehmens, dass trotz schwarzer Zahlen einen profitablen Standort schließt. DIE LINKE fordert einen zeitlich befristeten Ausbildungsbonus für Betriebe, die Auszubildende aus anderen Betrieben übernehmen und ihnen die Fortführung und den Abschluss ihrer Ausbildung ermöglichen, einzuführen.“