Kleine Anfrage: Befristungen – Zukunftsplanung fällt aus, Unsicherheit nimmt zu

Auswertung der Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage „Befristete Beschäftigung in Deutschland“ (BT-Drs. 19/10306) von Susanne Ferschl u.a. und der Fraktion DIE LINKE. im Bundestag

Zusammenfassung:
3,2 Millionen Beschäftigte sind in Deutschland befristet. In den vergangenen 20 Jahren hat sich die Zahl somit verdoppelt. Der Anteil von Befristungen an allen sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten liegt bei 8,3 Prozent. Noch nie waren Anteil und die Anzahl von Befristungen so hoch.

Einen Hochstand mit 1,8 Millionen verzeichnen die sachgrundlosen Befristungen und es gibt deutlich mehr Befristungen ohne als mit Sachgrund (58,4 Prozent).
Der Anteil von Befristungen ist in Betrieben über 75 Beschäftigte fast doppelt so hoch (10,9 Prozent) wie in Betrieben mit weniger als 75 Beschäftigte (5,8 Prozent)

O-Ton Susanne Ferschl, stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE im Bundestag:
„Befristung bedeutet: Unsicherheit im Beruf wie im Privatleben und niedrige Einkommen. Befristete Arbeitsverhältnisse sind nichts anderes als die Verlagerung von Marktrisiken auf die Beschäftigten und eine Verlängerung der Probezeit. Es ist ein Skandal, dass die CDU/CSU das Verbot der sachgrundlosen Befristungen mit einer Aufweichung des Arbeitszeitgesetztes verknüpfen möchte und eine Einschrän-kung blockiert. Wir brauchen eine Politik, in der Löhne, Arbeitszeiten und Arbeitsbedingungen zentrale Ausgangspunkte für gute Arbeit und ein gutes Leben sind. Es ist höchste Zeit, Befristungen auf ein Min-destmaß zu reduzieren und sachgrundlose Befristungen ganz zu verbieten. Hier fordere ich die Bundes-regierung endlich auf, zu handeln.“

Die Antwort der Bundesregierung finden sie hier: http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/103/1910306.pdf

Die Ergebnisse im Einzelnen finden Sie hier:
http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/103/1910306.pdf