Volles Haus bei Bericht aus dem Bundestag

In ihr Kaufbeurer Wahlkreisbüro hatte die Ostallgäuer  Bundestagsabgeordnete und stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE im Bundestag zu einem adventlichen Bericht aus dem Parlament bei Glühwein und Lebkuchen eingeladen. Knapp 30 Interessierte waren der Einladung gefolgt. Susanne Ferschl, MdB: „Mir ist es wichtig, die Menschen im Wahlkreis regelmäßig über meine Arbeit zu informieren. Deshalb veranstalte ich neben meiner monatlichen Bürgersprechstunde auch regelmäßig Veranstaltungen vor Ort.“ Ferschl berichtete unter anderem über die Anträge der LINKEN im Bundestag, die vergangenen Haushaltsberatungen und die letzten Sitzungswochen des Parlamentes. Themen waren beispielsweise das neue Qualifizierungschancengesetz, der Globale Migrationspakt und die Abstimmung zur Ferkelkastration. Die Anwesenden erfuhren weiterhin, was ein sogenanntes „Omnibus-Verfahren“ bei der Gesetzgebung ist. Ferschl berichtete über ein wichtiges Thema, dass die Fraktion DIE LINKE mit einem Antrag zur Erhöhung des Mindestlohnes einbrachte. Obwohl sich sowohl Bundesfinanzminister Scholz, als auch Bundesarbeitsminister Heil erst kürzlich für einen höheren Mindestlohn ausgesprochen hatten, wurde dieser Antrag abgelehnt. Ferschl äußerte ihr Unverständnis darüber, insbesondere vor dem Hintergrund, dass mittlerweile jeder 5. zu einem Niedriglohn arbeiten muss. „Die Erfolgsmeldungen am Arbeitsmarkt verkehren sich bei genauer Betrachtung in ihr Gegenteil, immer mehr Menschen sind armt trotz Arbeit. Wir brauchen gute und fair bezahlte Arbeit, damit die Beschäftigten nicht in permanenter Unsicherheit leben müssen. Dafür muss der Mindestlohn auf wenigstens 12 Euro angehoben werden und das Hartz IV-Regime abgeschafft werden.“