LINKE diskutieren über Weg aus dem Pflegenotstand

Zahlreiche Gäste waren der Einladung der LINKEN Bundestagsabgeordneten Susanne Ferschl in das Hotel Hasen Kaufbeuren gefolgt. Der Abend stand unter dem Motto „Den Pflegenotstand stoppen“. Zunächst gab es aber eine Vorstellung der örtlichen Kandidaten für die Land- und Bezirkstagswahl, Paul Meichelböck und John-Paul Mellenberg. Anschlißend nutzten Nestlé-Betriebsräte die Gelegenheit um auf ihre Situation aufmerksam zu machen. Nestlé plant in Deutschland einen Job-Kahlschlag, es sind bundesweit mehrere hundert Stellen betroffen.

Susanne Ferschl, die innerhalb ihrer Fraktion den Arbeitskreis Gesundheit, Arbeit und Soziales leitet, berichtete von ihrem Praktikum in einem Kaufbeurer Pflegeheim und freute sich, einige der Pflegekräfte, die sie während ihres Praktikums kennengelernt hatte, zu begrüßen. „Die Arbeit der Pflegekräfte hat mich zutiefst beeindruckt. Das Praktikum hat mir aber auch gezeigt, wie schwer die Bedingungen für die Beschäftigten sind“, so Ferschl.

Der LINKE Spitzenkandidat für den Bezirkstag, Frederik Hintermayr ist  ausgebildeter Gesundheits- und Krankenpfleger und schilderte die dramatische Situation der Pflege in Deutschland. Die Bundesrepublik sei europäisches Schlusslicht, was die Personalquoten im Krankenhaus anginge. Hier könne nur eine gesetzliche Personalbemessung Abhilfe schaffen. Zum Abschluss stellte Ferschl Linke Antworten auf die Situation und das Konzept der solidarischen Gesundheits- & Pflegevollversicherung vor. Außerdem warb Ferschl für die Unterstützung des bayerischen Volksbegehrens gegen den Pflegenotstand.