Keine Auszeichnungen für Lohndrücker – Solidarität mit den streikenden amazon-Kollegen

Jeff Bezos, CEO von amazon und derzeit der reichste Mann der Welt, soll am heutigen Abend in Berlin mit dem Axel-Springer Award geehrt werden. Mit dem Preis werden herausragende Persönlichkeiten ausgezeichnet, die in besonderer Weise innovativ sind und sich gleichzeitig der gesellschaftlichen Verantwortung stellen. Die Gewerkschaft ver.di hat für amazon-Beschäftigte in Graben und aus anderen europäischen Standorten eine Protestfahrt nach Berlin organisiert. Susanne Ferschl, MdB (DIE LINKE) dazu: „Die Gewerkschaft ver.di und die streikenden amazon-Mitarbeiter haben meine vollste Unterstützung. Arbeitgeber wie Jeff Bezos, der seinen Mitarbeitern Niedriglöhne zahlt und sich weigert, Tarifverträge anzuerkennen, sollten dafür nicht auch noch ausgezeichnet werden, sondern sich im Gegenteil endlich ihrer gesellschaftlichen Verantwortung stellen müssen.“ Ferschl wird selbst an der Protest-Kundgebung vor dem Axel-Springer Verlag in Berlin teilnehmen und gemeinsam mit den amazon-Mitarbeitern sowie einer Gruppe von jungen Gewerkschafterinnen und Gewerkschaftern aus ihrem Wahlkreis, die sich derzeit auf Besuchsfahrt in Berlin befindet, gegen die Auszeichnung Bezos und für bessere Arbeitsbedingungen für die amazon-Mitarbeiter protestieren.